Der Ortsteil "Neuhof" der Gemeinde Landkern im Landkreis Cochem-Zell

(von Horst Hoffmann)

Als die vertriebene Polenköniging Richeza in Klotten an der Mosel lebte, machte diese um das Jahr 1051 Schenkungen an das Kloster Brauweiler bei Köln. Darunter ein Hof zu "Kern", das spätere "Kerlich" und heutige "Landkern". Das Bergdorf "Kern" gehörte damals zum Hochgerichtsbezirk Klotten.
Der genaue Zeitpunkt der ersten Ansiedlung in Neuhof ist nicht bekannt. Allerdings richteten die Bürger von Greimersbergh, Ilrich, Werweis (Wirfus) und Kern um 1500 ein Bittgesuch an den damaligen Erzbischof von Trier, Richard von Greifenklau, welches neben den Heimbürgern dieser Dörfer auch von den Hofmännern von Esper, Fahrenday, Kaveloch, Annisch und "Neuhof" unterzeichnet war. Somit war um das Jahr 1500, evtl. auch schon wesentlich früher, in Neuhof eine Ansiedlung vorhanden.
In einer 1689 von Nikolaus Person in Mainz herausgegebenen Landkarte des Unterstifts Trier ist im Dreieck zwischen "Kerlich" (Landkern), Kloster Martenthal und Keysers Esch "Der Nühoff" dargestellt. Die Vorlage dieser Karte, die sich im Landeshauptarchiv in Koblenz befindet, stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von Arnold Mercator. Sie wurde um 1600 von unbekannter Hand in Kupfer gestochen. Besonders bemerkenswert ist die Darstellung eines Galgens zwischen "Der Nühoff" und "Die Lange heck". Heute noch heißt dieser Distrikt "Auf dem Galgen". Vermutlich wurden dort früher Todesurteile vollstreckt.
"Der Nühoff" hat sich über die Jahrhunderte, besonders aber in den letzten fünf Jahrzehnten zu einem schönen und aufstrebenden Ortsteil der Gemeinde Landkern entwickelt.
In 29 Wohnhäusern leben heute ca. 80 Einwohner.

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